Absorbieren / Absorption:
Umwandlung der Energie von elektromagnetischen Wellen in andere Formen von Energie (z.B. Wärme) in Folge Interaktion mit dem beleuchteten Material; eine Abnahme von gerichteter Transmission der vorkommenden Strahlung, hervorgerufen durch die Modifikation oder Umwandlung der absorbierten Energie.
Additive:
Zusatzstoffe, die die Eigenschaften bezüglich Licht, Wetterechtheit, Temperaturbeständigkeit, Verarbeitbarkeit etc. verändern und verbessern. Oftmals Wachse und Polymere.
CIE:
Internationale Beleuchtungskommission (Commission Internationale de l'Eclairage), die wichtigste internationale Institution zur Schaffung von Farbsystemen und Farbmeßnormen.
CIELAB:
Farbraum, in dem die Werte L*,a* und b* als kartesische Koordinaten dargestellt werden. Gleiche Abstände in diesem Farbraum entsprechen in etwa gleichen Farbunterschieden. Der Wert L* steht für die Helligkeit; der Wert a* steht für die Rot- /Grünachse, und der Wert b* steht für die Gelb-/Blauachse. Für die Messung von reflektierenden und durchscheinenden Materialien ist die CIELAB ein anerkanntes Farbsystem.
CIELCH:
Das CIELCH-System arbeitet mit Polarkoordinaten, die Beschreibung der Farbe kann vom CIELAB-System hergeleitet werden. L* definiert die Helligkeit, C*spezifiziert die Buntheit und h° beschreibt den Farbtonwinkel.
CMC:
Die Organisation Colour Measurement Committee of the Society of Dyers and Colurists of Great Britain entwickelte und veröffentlichte 1988 eine Gleichung zur Beschreibung von Farbabweichungen, die dem menschlichen Urteil näher kommt. Mit dem L*C*h°-Farbraum als Grundlage gibt CMC ellipsenförmige Toleranzräume an. Delta E* Werte werden als Alternative zu den Recheckkoordinaten des CIELAB Systems angegeben.
Colorimeter:
Ein optisches Meßgerät, das Farbe ähnlich wie das menschliche Auge erfaßt - indem es reflektiertes Licht nach den drei wesentlichen Bereichen Rot, Grün und Blau filtert.
DE:
Die Gesamtabweichung zweier Farben wird mit Hilfe einer Gleichung berechnet. Bei der Entwicklung von Farbtoleranzen ist DE (Delta E*) häufig eine Kennzahl für die Pass-/Fail-Bewertung.
Extruder:
Verarbeitungsmaschinen, die mit Hilfe von Druck und Temperatur die einzelnen Bestandteile miteinander vermischen und dispergieren.
Extrusion:
Aufschmelzen des Kunststoffes im Extruder oder Kneter
Farbstoffe:
Organische, bunte Farbmittel. Im geschmolzenen Kunststoffträger gelöst.
Farbtemperatur:
Eine Messung der Farbe des Lichtes während dieser erhitzt wird. Die Messung wird in Grad Kelvin angegeben. Niedrige Temperaturen, wie 2400K entsprechen Rot; höhere Temperaturen wie 9300K entsprechen Blau. Die Temperatur für neutrales Weiß liegt bei 6504K.
Glanz:
Ein zusätzlicher Parameter, der bei der Definition eines Farbstandards entscheident ist. Neben Farbton, Helligkeit und Buntheit spielt die Oberflächenbeschaffenheit eines Materials eine Rolle, sowie Metallic- oder Pearleffekte. Als allgemeine Richtlinie zur Beurteilung von Glanz gilt: Je größer der Glanzanteil, desto dunkler erscheint die Farbe des Objektes. Umgekehrt erscheint das Objekt um so heller, je kleiner der Glanzanteil ist. Glanz wird in Glanzeinheiten gemessen, die den Winkel, bei dem der Glanz gemessen wurde und den Glanzwert beinhalten.
Komplementärfarben:
Zwei Farben, die ein neutrales Grau ergeben, wenn man sie mischt. Auf einem Farbrad liegen sich die Komplmentärfarben dirket gegenüber: Blau/Gelb, Rot/Grün
Lichtart:
Mathematische Beschreibung der relativen spektralen Verteilung der Energie einer realen oder imaginären Lichtquelle. Häufig werden "Lichtquelle" oder "Lampe" synonym verwendet, dies ist allerdings nicht empfehlenswert.
Lichtart A (CIE):
Licht einer Glühlampe, gelboranger Farbe, mit einer entsprechenden Farbtemperatur von 2856K. Dieses Licht wird im Wellenlängenbereich von 380 bis 770nnm definiert.
Lichtarten D (CIE):
Tageslichtquellen, definiert von 300 bis 830nm (der Anteil im UV- Bereich von 300 bis 380nm ist notwendig, um fluoreszierende Farbstoffe oder Pigmente zu beschreiben). Diese Lichtarten sind mit einem D sowie einem Zusatz, der die Farbtemperatur angibt, gekennzeichnet. D65 ist die CIE-Normlichtart für Tageslicht mit einer Farbtemperatur von 6504K.
Masterbatches:
Begriff wurde aus der Gummiindustrie übernommen. Sorgfältig ermittelte Pigmentzusammenstellung, eingebunden in Polymere und Wachse. Die Präparationen bestehen aus Pigmenten, Füllstoffen, Additiven und Trägermaterialien (Kunststoffe). Sie werden mit Extrudern oder Kneter hergestellt.
Metamerie:
Ein Phänomen, das bei zwei Farbproben auftritt, wenn diese bei einer oder auch mehreren Lichtarten (real oder berechnet) übereinstimmen, bei anderen Lichtarten aber farblich voneinander abweichen.
Normalbeobachter:
Ein errechneter hypothetischer Beobachter, der die 1931 für einen 2° Beobachter oder die 1964 für einen 10° Beobachter Spektralempfindungswerte besitzt.
Pigmente, Füllstoffe:
Rohstoffe wie Buntpigmente, Ruß, Titandioxid, Talkum etc. Sie liegen in dem Kunststoffträger in Form von Festteilen vor.
Reflexion:
Das Verhältnis der zurückgeworfenen Strahlungsmenge zur gesamten Strahlungsenergie. Im allgemeinen wird die reflektierte Strahlungsmenge im Vergleich zu der Reflexion eines definierten Standards bestimmt.
Spektralphotometer:
Photometrisches Meßgerät zur Erfassung von spektraler Transmission, spektraler Reflexion oder relativer spektraler Lichtströme.
Streuung:
Diffussion oder Richtungsänderung von Strahlungsenergie durch das Zusammentreffen mit Partikeln von unterschiedlichem Strahlungsindex. Streuung entsteht an jedem Medium, das an der Oberfläche oder im Inneren Partikel enthält.
Transparent:
Beschreibt ein Material, das Licht durchscheinen läßt, ohne es zu streuen.
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